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Die Grenzen von Kindern und Jugendlichen in der Ganztagsschule achten

Nähe und Distanz pädagogisch angemessen und achtsam im Team thematisieren und umsetzen

Das pädagogische Personal im Ganztag ist aufgrund des Auftrags, die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen zu betreuen und der damit verbundenen Aufsichtspflicht, in einer berufsbedingt wichtigen und verantwortungsvollen Position. Da der Besuch des Ganztags eine schulische Veranstaltung ist, die Teilnahme verpflichtenden Charakter hat und einen Bestandteil des offiziellen Erziehungsauftrags der Schule bildet, nehmen die Pädagoginnen und Pädagogen ein machtausübendes Verhältnisgegenüber den Schülerinnen und Schülern ein. Diese strukturelle Ausübung von Macht ergibt sich aus dem pädagogischen Auftrag und erzeugt ein notwendiges, automatisches Machtgefälle.

Erziehungsberechtigte und der Staat bringen daher dem Personal im Ganztag ein hohes Maß an Vertrauen entgegen, indem Verantwortung für Kinder und Jugendliche an diese übertragen wird.

Jedes Ausnutzen dieser beruflichen Stellung, um absichtlich oder unabsichtlich die seelische und körperliche Distanz der Schutzbefohlenen zu unterschreiten, kann zu sexueller Gewalt eskalieren. Darunter wird jede Handlung zwischen dem Erwachsenen und Kindern bzw. Jugendlichen verstanden, die zur sexuellen Erregung bzw. Befriedigung des Mächtigeren dient.

 Diese Broschüre "Die Grenzen der Kinder und Jugendlichen im Ganztag achten" soll pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Ganztagsschule dafür sensibilisieren, unbeabsichtigte Grenzüberschreitungen beim Umgang mit Schülerinnen und Schülern, bei sich selbst und anderen zu erkennen und zu vermeiden. Sie soll zudem verdeutlichen, in welchen Fällen Grenzen überschritten werden und damit widerrechtlich gehandelt wird.