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Doppelte Raumnutzung

Da der Halbtags- und Ganztagsbetrieb an den meisten Schulen parallel stattfinden, gehört eine Mehrfachnutzung der Räumlichkeiten, vor allem in der offenen Ganztagsschule, zum Alltag. Diese Konstellation birgt jedoch Konfliktpotential und wird von den Lehrkräften und dem pädagogische Personal oftmals als herausfordernd wahrgenommen.

Grundsätzlich hat sich gezeigt, dass gut etablierte Kommunikationsstrukturen zwischen Halb- und Ganztagsbetrieb das Konfliktpotential der doppelten Raumnutzung deutlich senken. So könnten durch einen "Jour fix" von Schul- und pädagogischer Leitung des Ganztags aufkommende Probleme zeitnah gelöst und auch gewisse schulinterne Regelungen, etwa zur Nutzung von Räumen und Materialien, klar kommuniziert werden. Auch die Präsenz von Vertretern des Ganztagsschulbetriebs, etwa bei Konferenzen oder informellen Veranstaltungen des Kollegiums, sind gute Möglichkeiten sich kennenzulernen und die Herausforderungen des Schulalltags gemeinsam anzugehen.

In der Bildergalerie unten sehen Sie einige gute Beispiele zur "Doppelten Raumnutzung".

Dienste einrichten

In der Realschule in Herzogenaurach bekommen die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen die Möglichkeit, sich in den Pausen in der Schulmensa aufzuhalten. Bedingung: Der Raum, der eigentlich dem Ganztag vorbehalten ist, muss so verlassen werden, wie er vorgefunden wurde. Deshalb wurde auch ein spezieller Reinigungsdienst (s. Foto) eingeführt.

Flure doppelt nutzen

Die Flure, vor allem an Schulen mit älterem Baubestand, sind oftmals räumlich sehr großzügig bemessen und bieten sich zur Nutzung für den Unterrichtsbetrieb an. Dafür sind lediglich kleinere Installationen, die die Voraussetzungen des Brandschutzes erfüllen, notwendig.

Raumnutzung sichtbar machen

Viele Schulen hängen die Raumnutzungspläne direkt im Klassenzimmer aus. Dies erleichtert bei typischen auftretenden Problemen der doppelten Raumnutzung (verstellte Tische, Verschmutzung, Materialnutzung etc.) den richtigen Ansprechpartner zu finden.

Offenes Schulcafé

Die St.-Veit-Realschule in Nürnberg hat ein Schulcafé eingerichtet, das alle am Schulbetrieb beteiligten Personen nutzen. Neben einer kleinen Einbauküche, in der man sich selbst mitgebrachte Speisen aufwärmen kann, kann man sich auch Mittagessen bei einem Caterer bestellen und dort verzehren. Das Schulcafé wird somit ab Mittag zum Treffpunkt der Schulfamilie.

Vormittags wird dieser Raum aber auch als Besprechungs- und Empfangszimmer genutzt.

Ordnung systematisieren

Bei der doppelten Raumnutzung birgt auch die Nutzung der Lernmaterialien Konfliktpotential. Diesbezüglich ist es unbedingt notwenig, feste Regelungen zu vereinbaren und diese klar zu kommunizieren. Dabei helfen auch gut sichtbare Ordnungssysteme, wie hier an der Grundschule am Winthierplatz in München.

Flure als Arbeitsraum

Am Albrecht-Ernst-Gymnasium in Oettingen werden auch die Flure als Arbeitsbereich genutzt. Eine brandschutzkonforme Einrichtung und Installation der Möbel ist hierbei Voraussetzung.

Multifunktionsräume

Im Ganztagsgebäude am Albrecht-Ernst-Gymnasium in Oettingen wurde das Foyer als Multifunktionsraum konzipiert. Hier können die Kinder und Jugendlichen in den Lernzeiten ihre Arbeiten erledigen oder auch kreativen Beschäftigungen nachgehen. Des Weiteren wird der Raum auch in der Mittagszeit als Erweitung der Mensa genutzt.

Raumorganisation

An der Kreuzschule im alten Stadion in Regensburg bestehen für den Musikraum unterschiedliche Nutzungskonzepte. So bieten die stapelbaren Hocker Sitzgelegenheiten für ruhigere Phasen des Ganztages. Bei Bedarf kann diese Möblierung jedoch wieder schnell und platzsparend aufgeräumt werden. Der freie Raum bietet nun Platz für dynamischere Aktivitäten (z.B. Spiel, Tanz etc.).