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Bedeutung für den Ganztag

Ganztagsangebote bieten zahlreiche Chancen, die überaus wichtigen Inhalte der Bildung für nachhaltige Entwicklung zu realisieren.

Warum ist das Thema BNE gerade für den Ganztag bedeutsam?

Schulischen Ganztagsangeboten in Bayern wird hinsichtlich der Vermittlung und Durchführung von Angeboten der BNE eine besondere Verantwortung zuteil:

Im Lern- und Lebensraum Ganztag wird in besonderer Weise schulisches Lernen mit den Herausforderungen der Gesellschaft verknüpft. Schülerinnen und Schüler des Ganztags erhalten, nicht zuletzt durch die längere Verweildauer in der Schule, die Möglichkeit, sich über nachhaltige Themen zu informieren und Nachhaltigkeit zu „leben“. Somit besteht die große Chance, eine nachhaltige Lebensweise, d.h. nachhaltiges Denken und Handeln als selbstverständlichen Teil unseres gesellschaftlichen Lebens zu begreifen.

Welche Chancen bietet der Ganztag hinsichtlich der Vermittlung von BNE?

Wie schon angedeutet, bieten ganztägige Bildungsangebote große Chancen hinsichtlich der Vermittlung von BNE:

  • Es besteht ein Mehr an Zeit: Einerseits, um Hintergrundinformationen und Wissen zum Thema Umweltbildung und Nachhaltigkeit zu vermitteln, andererseits, um praktisch tätig zu werden. Somit erhalten die Vermittlung überfachlicher Kompetenzen bzw. die übergeordneten Bildungs- und Erziehungsziele einen besonderen Stellenwert.
  • Der Ganztag ermöglicht in besonderem Maße das Lernen an außerschulischen Lernorten. Somit lassen sich besprochene Inhalte veranschaulichen und regen zudem zum „Praktizieren“ von Nachhaltigkeit außerhalb der Schule an.
  • Ganztägige Bildungsangebote zeichnen sich durch besondere Möglichkeiten der Kooperationen mit außerschulischen Partnern aus. Zum Thema BNE kann mit verschiedenen Akteuren dieses Betätigungsfeldes kooperiert werden, z. B. mit Umweltverbänden, Umweltinitiativen, politischen Institutionen u.v.m.

 

 

Welches didaktisches Vorgehen erscheint bei der Vermittlung als sinnvoll?

Die Vermittlung der BNE im Ganztag geschieht ganzheitlich, d.h. die nun genannten Prinzipien werden in der Praxis miteinander verzahnt und ergänzen sich wechselseitig.

Erstes Prinzip: Auf das Thema aufmerksam machen
Schülerinnen und Schüler des Ganztags sollen auf das Thema aufmerksam gemacht werden, indem Hintergrundwissen sowie Fachwissen vermittelt wird (z. B. globale Erderwärmung, Treibhausgaseffekt und die Auswirkungen auf unsere Umwelt). Diese werden jedoch nicht isoliert behandelt, sondern sollen immer wieder in den Unterricht bzw. das Nachmittagsangebot einfließen. Einen Gesprächsanlass bieten z. B. aktuelle Entwicklungen/ Nachrichten zum Thema.

Zweites Prinzip: Im Fokus steht das Handeln
Es reicht nicht, über Inhalte der BNE zu sprechen. Bildung für nachhaltige Entwicklung erfüllt nur dann ihren Zweck, wenn das Gelernte (im Idealfall) im täglichen Handeln gelebt wird.

Drittes Prinzip: Alltägliches Handeln im Ganztag
Die Erziehung zu einem nachhaltigen Denken und Handeln findet im Idealfall jeden Tag statt. Dabei bieten sich alle Zeitphasen des offenen und gebundenen Ganztags an: Der Unterricht am Vormittag, die Mittagszeit, die Pausen oder Angebote der Nachmittagsbetreuung.