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Einbeziehung des Schulgeländes

Vorhandene Anlagen nutzen

Andererseits braucht eine Ganztagsschule viele Möglichkeiten, die zur Bewegung anregen. Dazu können Einrichtungen auf dem Pausenhof wie z.B. Basketballkörbe oder Tischtennisplatten dienen. Außerdem sollten die auf dem Schulgelände vorhandenen Sportstätten und -anlagen einbezogen und für den rhythmisierten Schultag genutzt werden. Turnhalle und Sportplatz sollten den Ganztagsschülern deshalb auch in Pausen und für zusätzliche Freizeitangebote zur Verfügung stehen.

Schülerinnen und Schüler beteiligen

Eine einfache und naheliegende Lösung für eine ruhige und entspannte Pause allein oder mit Freunden ist beispielsweise auch der von Schülerinnen und Schülern organisierte Verleih von Liegestühlen oder Decken. Neben der Einbindung in den organisatorischen Ablauf könnten Schülerinnen und Schüler auch bei der Mitgestaltung des Schulgeländes einbezogen werden, indem sie z. B. einen eigenen Aufenthaltsbereich auf dem Schulhof selbst pflastern und eine Natursteinmauer als Abgrenzung vom übrigen Gelände anlegen. Als Rückzugsbereich dient an manchen Schulen ein eigens dafür gebauter Pavillon mit Sofas, Sesseln und Hockern.

Naheliegende und andere Optionen

Der Schulhof mit seinen natürlichen Gegebenheiten (z. B. Bäume und Hecken) regt an sich schon zu unterschiedlichen Aktivitäten wie für Versteck- oder Fangspiele an. Auf Asphaltflächen können Hüpfseile oder Einräder genutzt werden, auf Wiesen spielen Kinder gern Fußball. Zwei Tore und ein Ball reichen aus. Im Sportunterricht oder im P-Seminar eines Gymnasiums könnte z. B. ein Fitness-Parcours oder Trimm-dich-Pfad mit Schildern entwickelt werden, die zu sportlichen Übungen anleiten.

Unterschiedliche Bedürfnisse berücksichtigen

Die Palette der Möglichkeiten ist groß, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Handlungsleitend sollten die vielschichtigen Interessen sein: Ob Kind oder Jugendlicher, Mädchen oder Junge – die Bedürfnisse sind sehr unterschiedlich. Viele Mädchen spielen gern miteinander, Jungen meist lieber gegeneinander Fußball oder Basketball. Ältere Mädchen unterhalten sich häufig lieber als sich zu bewegen, ältere Jungen wenden sich zunehmend Trendsportarten zu. Beispielgebend für einen jugendbezogenen Spielplatz mit einem breiten Bewegungsspektrum, altersgerechten Herausforderungen und sportlichen Improvisationsmöglichkeiten ist das Mobile Parkour-System der Stadt München.